Die Nachrichten über humanitäre Katastrophen, über Kriege, Terror und Gewalt, brechen nicht ab. Dazu kommt das Elend der Flüchtenden, die oft in der Welt umherirren, bis sie eine vorübergehende Bleibe gefunden haben. Manche überleben die Strapazen der Flucht nicht.
In Zeiten, als es keine Nachrichtenübermittlung in Echtzeit gab, gab es zwar auch schlimme Gewaltausbrüche in fernen Ländern, aber die Menschen erfuhren davon nichts. Die Welt aber ist zusammengewachsen; was in Syrien, im Irak oder auf dem Mittelmeer passiert, flimmert bereits am Abend als Nachricht in unsere Wohnungen. Und es berührt uns und betrifft uns.
Die Welt ist in diesem Sinn „kleiner“ geworden. Wir spüren: Alles hängt irgendwie miteinander zusammen. Das Flüchtlingselend auf dem Meer hat etwas mit uns zu tun. Die Kriege und die Not der Menschen in Syrien oder im Irak hat auch etwas damit zu tun, dass in diesen Ländern mit Waffen gekämpft wird, die woanders produziert wurden. Alles hängt irgendwie zusammen. Die Welt ist vernetzt. Die Not der einen ist das Glück der anderen, die Armut der einen ist der Reichtum der anderen.
Die immer größer werdende Vernetzung der Welt müsste auch das Verantwortungsgefühl füreinander stärken. Nächstenliebe muss heute auch „Fernstenliebe“ sein. Zu den großen „global Playern“ gehört nun mal auch die Kirche. Sie ist über die ganze Welt vernetzt. Die „Fernen“ in Syrien oder im Irak sind nicht einfach „Ausländer“, sie sind unsere Brüder und Schwestern. Die Christenheit hat die Chance – und sie nutzt sie auch schon –, das Bewusstsein einer weltweiten Zusammengehörigkeit und einer Verantwortung der Menschheit gegenüber voranzubringen. Wo Menschen zu Gott beten „Vater unser“, und wir uns in diesem Gebet zu seinen Kindern bekennen, kann es gar nicht anders sein (wenn wir das Gebet ernst nehmen), dass sich in unserem Bewusstsein eine Geschwisterlichkeit ausbreitet, die die Welt zum Besseren führen könnte. Diese Geschwisterlichkeit heißt z.B. Flüchtlinge sind willkommen und duldet sie nicht nur, meint
Ihr Pfarrer Franz Langstein
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